Neue Generation hitzebeständiger Keramikbeschichtungen

Beschichtungen aus Keramiken sind bis zu einer Temperatur von 1200 Grad Celsius hitzebeständig und werden aufgrund dieser Eigenschaft beispielsweise zum Schutz sensibler Bauteile in Flugzeugturbinen verwendet. Um die Effizienz der Triebwerke zu steigern werden immer höhere Verbrennungstemperaturen benötigt, die mit den bisherigen Beschichtungen nicht mehr realisierbar sind.

Forscher vom Max-Planck Institut für Festkörperforschung in Stuttgart haben nun eine leichtere und robustere Keramik entwickelt, die in Testanordnungen Temperaturen bis 1400 Grad Celsius unbeschadet übersteht. Anstatt ein geordnetes, symmetrisches Atomgitter im Keramikkristall zu verwenden, das insbesondere bei Fehlern in der Struktur schnell zu Rissbildungen führen kann, ordnete das Team um Prof. Dr. Martin Jansen die Atome unregelmäßig an - mit dem Ergebnis einer amorphen Keramik mit diesbezüglich besseren Eigenschaften.

Auf dem Weg zur Industrialisierung des neuen Werkstoffes entwickelte das Institut bereits in Partnerschaften unter anderem mit dem Fraunhofer Institut für Silicatforschung in Würzburg eine Pilotanlage, welche die Vorstufe der Keramik herstellt und zu Fasern weiterverarbeitet.

Quelle: Innovations- Report